Der Tempelpriester

Der Tempelpriester


Rudi und Andreas (zwei weitere Indien-Reisende) und ich hatten vor, den botanischen Garten in Bangalore zu besuchen. Unser Tuk-Tuk-Fahrer informierte uns, dass die Tore dort noch nicht geöffnet wären, und dass wir noch eine Stunde zu warten hätten. Worauf Rudi meinte, dass wir die Zeit nutzen und einen indischen Hindu-Tempel besichtigen könnten. Dies teilten wir dem Fahrer mit. Zuerst wollte er uns zu einer christlichen Kirche bringen, wir ließen uns aber nicht von unserem Ziel abbringen, einen Tempel zu besuchen, da wir ja genügend Kirchen zuhause hätten.

Angekommen an einem abseits der Touristenviertel gelegenen Tempel bezahlten wir den Fahrer und baten den Tempelaufseher um die Erlaubnis, eintreten zu dürfen. Die Schuhe müssen wir ausziehen, wie alle Besuchern, meinte er, dann steht dem Eintritt nichts mehr im Wege.

Wir begannen im Tempel vorne rechts mit der Besichtigung. In einer Altarnische war eine Figur zu sehen. Ich fragte mich, ob es wohl erlaubt wäre, zu fotografieren. Der Tempel hatte regen Betrieb, mindestens drei Tempelpriester waren beschäftigt, die vielen einströmenden Gläubigen zu segnen. Ein Tempelpriester kam zu uns, ich bat ihn um die Erlaubnis, fotografieren zu dürfen, welche er mir erteilte. Er riet mir noch zwei Minuten zu warten, da dann das zusätzliche Licht, das er gerade für uns in der Altarnische einschaltete, seine volle Stärke erreicht hätte und eine gute Basis für gelungene Fotos darstellen würde.

Die Götter des Hinduismus

Außerdem informierte er uns, dass es sich bei der Figur in der Nische um Lakshmi, die Frau des Hindu-Gottes Vishnu, handeln würde. Er meinte, sie wäre die Glücksgöttin, die Gläubigen würden zu ihr beten, um Glück zu erhalten.

Ich knipste ein paar Fotos und ging eins weiter nach links zur nächsten Altarnische. Der Priester hatte inzwischen wieder ein paar Gläubige mit der heiligen Flamme und mit geheiligtem Wasser gesegnet und kam erneut auf uns zu.

Er erzählte mir, dass sich hier eine Abbildung des Gottes Vishnu befinden würde. Im Eingangsbereich der Nische waren aneinandergereiht Abbildungen von Wesen zu sehen. Oben, in der Mitte, war ein Bild mit einer Person, welche sich auf fünf Schlangen ausruhte, umgeben von ein paar Figuren. Dies sei eine Abbildung des Gottes Vishnu, welcher traditionell auf fünf Schlangen ruhend dargestellt wird, informierte uns der Priester. Mit dabei auf dem Bild waren auch der Affengott Hanuman sowie weitere Götter. Rechts und links davon waren die vergangenen Inkarnationen Vishnus abgebildet, u.a. als Rama und Krishna. Einige dieser menschlichen Abbildungen hatten Tierköpfe, wie bei den alten Ägyptern. Ganz rechts unten, informierte uns der Priester, sei die letzte Inkarnation Vishnus, welche aber erst noch bevorstehe und worauf alle noch warten würden.

Ich fragte ihn, ob der Gott Vishnu wirklich in fleischlicher Gestalt, verheiratet mit seiner Frau Lakshmi, auf Erden weilte, ob er wirklich mehrmals hier inkarniert war, teilweise auch in physischen (Menschen-)Körpern mit Tierköpfen, was er bejahte.

Luft- und Raumfahrt im Altertum

Daraufhin meinte er: „schau, schau uns an, schau dieses Land an, schau, wie es um uns steht”. Ich wusste, was er damit meinte, dass er damit zum Ausdruck bringen wollte, dass Indien nicht gerade die Blüte seiner Zeit erlebte. „Aber es war nicht immer so”, ergänzte er. Vor Jahrtausenden hätte Indien eine Blüte erlebt, welche kulturell und auch technisch der im Westen hoch überlegen gewesen wäre. Zu dieser Zeit wären die Inder auch in der Lage gewesen, Interkontinentalflüge durchzuführen, meinte er, auch dass sie heute noch im Besitz dieser technischen Baupläne der Flugmaschinen wären, dass sie aber nicht mehr in der Lage seien, diese Pläne ganz zu verstehen und umzusetzen.

Ich wurde neugierig und fragte ihn, ob die Leute (bzw. Götter) zu dieser Zeit auch in der Lage gewesen waren, intergalaktische Flüge durchzuführen. Auch dies bestätigte er und meinte, dass auch hiervon noch Baupläne vorliegen würden. Dann erzählte er von „sleeping Stones”, von der Technik, das Bewusstsein der Steine zu verändern, woraufhin diese die Eigenschaft ihres Gewichtes verlieren würden. Auf dem Finger konnte man dann beliebig große Steinquader balancieren. Dies sei das Geheimnis des Baus der großen antiken Bauwerke, wie z.B. der Pyramiden von Gizeh in Ägypten, gewesen.

Levitation und Materialisation

Ich fragte weiter nach und wollte wissen, ob es auch Leute hier in Bangalore geben würde, die in der Lage wären zu schweben, die also ihr eigenes Bewusstsein soweit verändern können, dass bei ihnen auch die Schwerelosigkeit zu Tage tritt. Dies bejahrte er und meinte, dass Leute mit solchen Fähigkeiten aber i.d.R. alle in den Himalaya ziehen würden. Auch berichtete er von Yogis, welche in der Lage wären zu materialisieren. Diese würden z.B. die Hand über einen leeren Eimer halten. Aus der Hand würde dann Wasser in diesen fließen, bis dieser voll wäre. Aber auch diese würde es in das Himalayagebiet ziehen.
Anschließend berichtete er uns über einen Ort im Himalaya, an dem solche Ereignisse und Fähigkeiten alltäglich wären, und das jeder dort vorbeikommen könnte. Werbung würde für diesen Ort natürlich nicht gemacht, jedoch würde er offen für alle sein, die „zufällig” dort vorbeikommen würden.

Während des Gesprächs musste der Priester seine Ausführungen mehrmals unterbrechen, da sich wieder eine Schlange mit Gläubigen gebildet hatte, welche auf die Segnungen warteten. An dieser Stelle musste sich der Priester nun endgültig wieder um seine Tempelaufgaben kümmern.

Er meinte nun, dass er uns jetzt aus zeitlichen Gründen nicht mehr erzählen könne, wenn wir aber mehr wissen wollten, dann sollten wir mal wieder kommen und genügend Zeit mitbringen. Ich bat ihn um seinen Namen, welchen er in meinem Buch notierte.
 

Fragen unserer Zeit >>

Vishnu
Lakshmi

oben links: Vishnu Altarnische
oben rechts: Lakshmi Statue
unten: Rudi und Andreas

Rudi (links) und Andreas
[Startseite] [Inhaltsverzeichnis] [Literaturverzeichnis] [Linkverzeichnis] [Videos] [Impressum]